Über mich
Meine Großmutter hat oft gesagt: Wege müssen begangen werden, sonst wachsen sie zu.
Sie hat das nie als Lebensweisheit verkauft. Es war einfach ihre Art, die Dinge zu sehen. Schon als Kind hat sie mir Laotse in die Hand gedrückt – nicht, weil sie mich zur Taoistin machen wollte, sondern weil das ihre Sprache war, ihre Lebensart. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie tief das auch bei mir sitzt.
Der spanische Dichter Antonio Machado hat es später für mich noch einmal anders gesagt: Caminante, no hay camino, se hace camino al andar. Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg entsteht im Gehen. Zwei Sätze, zwei Sprachen, ein Bild. Ich mag, dass keiner von beiden mir sagt, wohin ich gehen soll. Sie sagen nur: geh.
Von der Gleichung zum Körper
Ich bin promovierte Naturwissenschaftlerin – theoretische Chemikerin und Physikerin. Kein Laborkittel, keine Reagenzgläser: Meine Welt waren Modelle, Gleichungen, die Frage, wie sich etwas beschreiben lässt, das man nicht direkt anfassen kann. Viele Jahre habe ich in der Grundlagenforschung gearbeitet – und das Wort ist mir wichtig, weil es beschreibt, wie ich denke, nicht nur, was ich studiert habe. In der Grundlagenforschung geht es zuerst darum, etwas ans Licht zu holen. Zu verstehen, was da eigentlich geschieht – bevor man fragt, wozu es gut sein könnte.
Ich glaube heute, dass ich die Forschung nie verlassen habe. Ich habe nur das Feld gewechselt. Von der Theorie zur Wahrnehmung. Vom Modell zum Körper. Die Frage ist dieselbe geblieben: Was zeigt sich hier eigentlich?
Es ist, wie es ist
Das ist einer meiner Wahlsprüche, seit sehr langer Zeit. Er klingt nach Resignation, ist aber das Gegenteil davon. Der gegenwärtige Zustand ist das Ergebnis von allem, was bereits geschehen ist – daran lässt sich im Nachhinein nichts mehr ändern. Handeln findet nur jetzt statt und stellt Weichen für das, was folgt. Wenn ich mich über das aufrege, was bereits geworden ist, binde ich Energie an etwas, das sich nicht mehr verändern lässt. Diese Energie fehlt mir dann genau dort, wo ich tatsächlich etwas bewegen könnte: im Moment selbst.
Gelernt habe ich das nicht am Schreibtisch. Eine gesundheitliche Krise in jungen Jahren stellte mir eine Prognose in Aussicht, mit der ich mich nicht abfinden wollte. Es wurde der Punkt, an dem ich anfing, wirklich mit mir selbst zu arbeiten – Körper und Geist nicht länger getrennt zu denken. Yoga und die Beschäftigung mit dem Vedanta haben mich seither begleitet, und sie haben mehr bewegt, als mir damals irgendjemand zugetraut hätte. Auch in späteren Krisen habe ich immer wieder erlebt, wie viel sich über diese Verbindung verändern lässt, wenn man ihr Raum gibt.
Das ist auch der Grund, warum ich mit Menschen nicht so arbeite, dass ich ihnen sage, was sie fühlen oder wie es sich in ihnen anfühlen sollte. Wenn du mir sagst, du bist traurig, dann bist du traurig – wie sich das für mich zeigt, ist eine andere Sache, und die beiden müssen nicht deckungsgleich sein. Mich interessiert nicht, dich in ein Modell von Trauer zu pressen, das ich mitgebracht habe. Mich interessiert: Wie zeigt sich das, was du gerade Trauer nennst, in deinem Körper? Das Modell muss sich am Menschen bewähren, nicht der Mensch am Modell.
Was ich mitbringe
Über die Jahre kamen viele Werkzeuge dazu. Ich bin Heilpraktikerin und habe über Jahre sehr intensiv bei meinem Do-Meister Traditionelle Chinesische Medizin gelernt – erst an seiner Seite, dann eigenständig. Seit 1994 bin ich selbst Do-Meisterin. Bis heute führe ich meine Praxis. Dazu kamen Human Design, ThetaHealing, energetische Arbeit, körperorientierte Verfahren, und ein fester Platz für Meditation in meinem eigenen Alltag – nicht als Technik, die ich unterrichte, sondern als tägliche Praxis, aus der heraus ich arbeite.
Human Design ist für mich dabei kein Etikett, sondern ein Werkzeug: eine Landkarte der eigenen Energie, die hilft, Entscheidungen zu treffen, die wirklich zu einem passen – nicht, um sich in einen Typ zu pressen, sondern um die eigene Funktionsweise besser kennenzulernen. Auch das ist für mich Grundlagenforschung: erst verstehen, wie etwas gebaut ist, dann handeln.
Ich benutze all diese Werkzeuge nicht, weil ich an Etiketten glaube, sondern weil sie mir helfen, genauer hinzuschauen. Begriffe sind für mich Zeiger, keine Schubladen. Sobald ein Begriff anfängt, mehr zu erklären als zu zeigen, lege ich ihn beiseite.
Andere Welten

Ich habe einen guten Teil meines Lebens in Kulturen verbracht, die meiner eigenen ursprünglichen sehr fremd waren – auch an der Seite eines Mannes, dessen Denken und Weltbild von einer ganz anderen Herkunft geprägt sind als meine. Das hat mich früh gelehrt, dass es selten die eine richtige Sicht auf etwas gibt – nur verschiedene, die nebeneinander bestehen können, ohne dass eine die andere widerlegt. Sich in eine fremde Welt einzudenken, ohne sie sofort in die eigenen Kategorien zu übersetzen, ist mir zur Gewohnheit geworden. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich Menschen selten sage, was sie fühlen sollten. Ich versuche erst, mich in ihre Welt hineinzudenken – bevor ich überhaupt anfange, etwas zu deuten.
Auch der Taoismus ist für mich kein System, das ich unterrichte. Wúwéi zum Beispiel wird oft als Nichtstun übersetzt – für mich ist es eher eine Sensibilität für den richtigen Moment. Es gibt Zeiten, in denen sich etwas mit aller Kraft zeigen will, und Zeiten, in denen nichts hilft außer warten. Beides ist Handeln. Ich versuche, meinen eigenen Ideen und Deutungen nicht ständig zuvorzukommen – dem Erkennen Zeit zu lassen, auch wenn ich glaube, längst verstanden zu haben, worum es geht.
Wege begehen
Der Name für meine Arbeit kam nicht aus einer Marketingübung. Er kam aus dem Satz meiner Großmutter. Wege, die nicht gegangen werden, wachsen zu – Gewohnheiten, Verbindungen zu sich selbst, auch Möglichkeiten, die man einmal gesehen hat und dann liegen ließ. Meine Arbeit versteht sich als Begleitung auf genau diesen Wegen: nicht, um dir zu sagen, wo es langgeht, sondern um mit dir hinzuschauen, was sich zeigt, wenn du gehst.
Ich zeige dir nicht den Weg. Aber ich schaue mit dir hin. Und wenn du etwas anderes siehst als ich – erzähl es mir.
Der Weg entsteht ohnehin erst im Gehen.
Ausbildung & Qualifikationen
Wissenschaft
- Studium Chemie und Biologie, Universität Konstanz
- Promotion in Quantenchemie, Universität Konstanz
- Wissenschaftliche Tätigkeit an der Fakultät Physik, Tulane University, New Orleans (USA)
Heilpraxis & Körperarbeit
- Staatliche Heilpraktikerprüfung; eigene Praxis seit 2001 (mit Unterbrechung während der Jahre in Marokko, seit 2023 wieder in Lindau)
- Langjährige, intensive Ausbildung in Akupunktur (chinesische, japanische und koreanische Tradition) und energetischer Arbeit bei einem koreanischen Meister
- Ausbildung in Dorn-Breuss-Methode
- Ausbildungen in kinesiologischen Techniken
- Zertifizierte Yogalehrerin (mehrere Ausbildungsstationen, u. a. MuDoWon und BYV/Yoga Vidya), über 10 Jahre mit eigener Yogaschule
- Zertifizierte Meditationslehrerin (MuDoWon und BYV)
- Ausbildung in klassischer Homöopathie, Deutsche Heilpraktikerschule Leipzig
Coaching & energetische Arbeit
- Ausbildung zum Personal & Business Coach (ILS, bei Dr. Migge)
- ThetaHealing-Ausbildungen bei Sandra Gallagher
- Hypnose-Master und Hypnose-Coach, TherMedius-Institut
- Fortbildung in EMDR-Technik, TherMedius-Institut
- Zertifizierte Human-Design-Beraterin, Human Design Wissen Akademie
- Ausbildung als Life Trust Guide bei Veit Lindau (laufend)
